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Juncaceae

Die Binsengewächse sind mit ca. 500 Arten eine mittelgroße Familie, die mit einigen Dutzend Arten auch in der mitteleuropäischen Flora anzutreffen ist und mit Binsen (Juncus) und Hainsimsen (Luzula) der landläufigen Vorstellung "Gras" entspricht.

Bei den Blüten kann man noch leicht die auch von Liliengewächsen und anderen primitiven Einkeimblättrigen vertrauten Verhältnisse ausmachen. Die Blüten sind aber meist klein und das Perigon hat schon eine spelzenartig-trockene Textur. Windbestäubung dominiert über die oft noch fakultative Insektenbestäubung. Nächstverwandt sind die Sauergräser (Cyperaceae).

Die wirtschaftliche Bedeutung der Binsengewächse ist gering. Nur wenige heimische Arten bieten Tierfutter in nennenswerter Güte und Menge (Hasenbrot, Luzula campestris).

Merkmale: Halme spiralig oder zweizeilig beblättert, Stängel dabei ohne Knoten, im Querschnitt meist markig, rund; Blätter flach oder typisch binsenartig; Blüten zwitterig, in komplexen Rispen (Spirren) angeordnet; Frucht eine 3-vielsamige Kapsel.

Eine Bestimmung der Arten Südwestdeutschlands ist mit diesem Werkzeug gegenwärtig nicht möglich. Es gibt etwa 25 heimische Arten in zwei Gattungen.