Juncus bulbosus subsp. kochii (F. W. Schultz) Reichg.
Synonyme
Beschreibung
Koch´s Knollen-Binse ist aus Baden-Württemberg noch nicht sicher nachgewiesen. Anscheinend ist sie aber als noch stärker atlantische Unterart im Hunsrück und Pfälzerwald weiter verbreitet. Dementsprechend sind gerade in Gegenden mit ähnlich artenreicher, atlantischer Flora wie Odenwald und Untermainebene Funde nicht auszuschließen.
horstbildend, eher büschelig, meist ohne bewurzelnde Stängel; 5-20 cm hoch; Stängel an der Basis zwiebelartig verdickt Stängel beblättert; Blätter grün, fädlich, im Querschnitt rinnig, gekammert. Blütenstand aufgelockert und stark verzweigt; am Stängelende. Blütenblätter +/- gleich lang, zugespitzt, etwas kürzer als die eiförmige Kapsel.
Anmerkungen
Die Unterscheidung der Unterarten ist schwierig und Überlappungen der Ausprägungen häufig. Verdachtsmomente ergeben sich zunächst von Wuchsform und Färbung her. Wenn einem die bei weitem häufigere "Normalform" geläufig ist, so sollten Pflanzen, die eher aufrecht wachsen und dunkle Blütenstände ohne Blättchen (von Adventivpflänzchen) haben zu genauerer Betrachtung Anlass geben. Der nächste Blick gilt dann den Blütenblättern: Bei Kochii sind sie in eine grannenartige, +/- lange Spitze ausgezogen. Bei Bulbosus sind die Blütenblätter stumpf und abgerundet (aber vielleicht - trocken - röhrchenähnlich eingerollt, was dann auch spitzig aussehen kann). Bei Kochii sind meist 6 Staubblätter vorhanden, die meist unter 0,5 mm lange Staubbeutel besitzen. Bei Bulbosus sind es meist 3 Staubblätter, die dafür etwas größer sind (meist über 0,5 mm).
PROĆKÓW, J. (2008). What is Juncus bulbosus subsp. kochii (Juncaceae) and does it really exist? A taxonomic revision of bulbous rush subspecies. Botanical Journal of the Linnean Society, 156(4), 501-512.
Vorkommen
Wuchsorte sollten dokumentiert werden (Koordinaten, Foto). Herbarbelege sollten angefertigt werden.