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Isodontia mexicana (Saussure, 1867)Stahlblauer Grillenjäger




Beschreibung

Schlanke Langstielgrabwespe (Sphecinae) mit einer Körperlänge von etwa 16-20mm. Körper, Beine und Fühler schwarz, die Flügel verdunkelt und je nach Lichteinfall blau schimmernd.


Anmerkungen

Isodontia mexicana stammt ursprünglich aus dem südlichen Nord- und insbesondere Mittelamerika. In den 1960er Jahren wurde die Art nach Europa verschleppt und hat sich seither weit verbreitet. In Deutschland wurde die Art erstmals 1997 nachgewiesen (Westrich, P., 1998).

 


Phänologie

Der Aktivitätszeitraum des Stahlblauen Grillenjägers beginnt in Deutschland meist ab Juli und reicht oft bis in den Oktober hinein.


Vorkommen

Der Stahlblaue Grillenjäger ist vor allem im Siedlungsbereich sehr häufig. Hier bieten sich Nistmöglichkeiten in großer Zahl in Form von "Wildbienennisthilfen". Die Liniennester werden in vorhandenen Hohlräumen mit Durchmessern von meist 6-8mm angelegt. Je nach Tiefe des Hohlraums (z.B. Schilfhalme, Bambusröhrchen, Bohrungen und Käferfraßgänge in Totholz) besteht ein Nest aus 2-8 Brutzellen. Die einzelnen Zellen werden mit zerkleinerten Grashalmen abgetrennt. Als Besonderheit werden zum Abschluss von den Weibchen längere Grashalmstücke in den Eingang gestopft. Diese ragen oft einige Zentimeter aus dem Loch. Daran sind Nester dieser hübschen Art leicht zu erkennen.

Als Larvenproviant werden in Deutschland überwiegend Weinhähnchen (Oecanthus pellucens), Eichenschrecken (Meconema sp.) oder andere, eher kleinere Vertreter aus der Familie der Laubheuschrecken (Tettigonioidea) eingetragen.

Die Wärme liebende Art hat sich in Deutschland stark verbreitet. Sicherlich auch Dank des Klimawandels kann Isodontia mexicana immer weiter nach Norden wandern.


Gefährdungseinstufung - Baden Württemberg

♦ (nicht bewertet)

Gefährdungseinstufung - Deutschland

♦ (nicht bewertet)


Gemeldete Funde


Publikationen

Westrich, Paul (1998): Die Grabwespe Isodontia mexicana (Saussure 1867) nun auch in Deutschland gefunden (Hymenoptera: Sphecidae). Entomologische Zeitschrift, Frankfurt am Main. 108 (1): 24 - 25