Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Carex acutiformis Ehrh.Sumpf-Segge

Familie: Cyperaceae



Beschreibung

Acuta und Acutiformis unterscheiden sich vegetativ bei der Blattspitze: Acutiformis kurz dreikantspitzig, Acuta lang rinnenspitzig; an der Triebbasis: bei Acuta Niederblätter zäh, glänzend, ohne Rottöne, bei Acutiformis zerfasernd, meist rötlich; Die Rhizome sind bei Acuta mit dunklen, beständigen Niederblättern besetzt und kaum bewurzelt, bei Acutiformis mit hellbraunen, bald vergehenden Niederblättern und wurzelreich.

rasig, 60-120 cm hoch. Blätter +/- längsfaltig, Ränder abgeknickt, rau, graugrün, unterseits (auffallend) bläulich, liniert, 5-12 mm breit; Blattspitze kurz dreikantspitzig; Niederblätter +/- rötlich braun, netzfaserig einreißend. Ährchen getrennt geschlechtlich: rein männliche Ährchen oben, rein weibliche unten; Blütenstand locker, mit 2-5 (+/- ungestielten) Fruchtährchen (dieses kürzer als unterstes Tragblatt, lang zylindrisch), mit 2-4 Pollenährchen. Drei Narbenäste, Fruchthülle grünlich-graubraun, fein papillös, 3,5-5,5 mm, Fruchthüllen-Schnabel kurz, schwach 2-zähnig.
 


Anmerkungen

 

Acuta und Acutiformis werden gerne verwechselt. Sie unterscheiden sich vegetativ an der Triebbasis: bei Acuta Niederblätter zäh, glänzend, meist ohne Rottöne, bei Acutiformis zerfasernd, meist rötlich; bei der Blattspitze: Acutiformis kurz dreikantspitzig, Acuta lang rinnenspitzig; Die Rhizome sind bei Acuta mit dunklen, beständigen Niederblättern besetzt und kaum bewurzelt, bei Acutiformis mit hellbraunen, bald vergehenden Niederblättern und wurzelreich. Außerdem sterben bei Acuta die Triebe gegen Winter rasch bis zum Boden ab. Sie treibt im Frühjahr dann (wie Nigra) komplett neu aus. Dagegen bleiben bei Acutiformis am selben Standort zumindest die unteren Blattteile lange erhalten. Die Triebe wachsen im Frühjahr einfach weiter.

 

Kräftige Sumpf-Seggen können auch mit der Ufer-Segge verwechselt werden. Hier ist zuerst auf die Färbung der Triebbasis zu achten (eichelbraun mit Adernetz bei Riparia), ansonsten auf die Zahl der Narben.

 

Im Voralpenland und gegen Osten treten auch Pflanzen auf, denen die sonst typische graugrüne Färbung der Blätter, bei sonst gleichem Habitus fehlt. Hier wäre auf Carex bueckii oder C. randalpina zu prüfen.
 

 


Vorkommen

Nasswiesen, Flachmoore, Feuchtbrachen, Ufer

einheimisch in Mitteleuropa

Rheinebene Odenwald Neckarland Alpenvorland zerstreut bis verbreitet, sonst selten

keine Belege erforderlich


Gefährdungseinstufung - Baden Württemberg

* (ungefährdet)

Gefährdungseinstufung - Deutschland

* (ungefährdet)