Carex pseudobrizoides ClavaudReichenbachs Zittergras-Segge

Synonyme
Carex reichenbachiana
Beschreibung
Reichenbachs Zittergras-Segge ist ein Hybrid der von der Sand-Segge (C. arenaria) und der Zittergras-Segge abstammt und auch nur im Überlappungsbereich der Ausgangsarten vorkommt. In Deutschland ist die Art am Niederrhein und in den Sandgebieten an der Elbe etwas weiter verbreitet. Darüber hinaus wird sie wohl gelegentlich verschleppt, so dass auch vom mittleren Oberrhein eine neuere Fundortmeldung vorliegt.
rasig, 10-50 cm hoch. Blätter rinnig, +/- rau, grün, 2-3 mm breit; Blattscheide weißlich; Niederblätter bräunlich. Alle Ährchen ähnlich gestaltet: männliche Blüten an der Basis und weibliche am Ende, selten umgekehrt; Blütenstand dicht-gedrängt, mit 4-12 (ungestielten) Ährchen (dieses kürzer als unterstes Tragblatt); männliche Blüten stets (?) nur an der Basis der Ährchen. Zwei Narbenäste, Fruchthülle hell bräunlich, kahl, bauchseits deutlich genervt; 4,5-6 mm lang, 2-zähnig geschnäbelt, bis deutlich uh der Mitte (schmal) geflügelt; Spelzen grünlich-weißlich.
Anmerkungen
Sehr ähnlich ist vor allem die Sand-Segge (C. arenaria). Zu beachten sind die Geschlechterverhältnisse in den Ährchen (jeweils mittlere Ährchen beachten). Bei Arenaria sind die unteren Blüten weiblich und die oberen (zumindest bei einigen Ährchen) männlich, bei Pseudobrizoides umgekehrt. Diese Art ähnelt mit ihren hellen Ährchen eher der Zittergras-Segge und weist auch bezüglich der Fruchthüllengestalt intermediäre Züge auf. Ähnlich wie bei Brizoides ist der flügelartige Saum der Hülle nur schmal, reicht aber vom Schnabel bis deutlich über die Mitte hinab, während der breite Saum von Arenaria kaum über die Mitte hinabreicht.
Koopman, J., & Więcław, H. (2016). The section Ammoglochin Dum.(Carex, Cyperaceae) in the Netherlands. Gorteria, 38(2), 43-55.
Vorkommen
Säume, lichte Wälder
einheimisch in Mitteleuropa
Norddeutsches Tiefland, Niederrhein
Wuchsorte sollten dokumentiert werden (Koordinaten, Foto). Herbarbelege sollten angefertigt werden.