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Culiseta annulata (Schrank, 1776)Ringelmücke, Große Hausmücke




Beschreibung

zarte Mücken, Körperlänge bis 7 mm; dunkel gefärbt; mit helleren Binden; Hinterleibbeim Weibchen am Ende stumpf, Cerci nicht sichtbar; Tarsen mit Ringelung; Flügel mit dunklen Flecken; Summton beim Fliegen unregelmäßig (Klausnitzer 2011; Weidner & Sellenschlo 2010).


Anmerkungen

Die Ringelmücke teilt sich den Lebensraum häufig mit der gemeinen Stechmücke Culex pipiens Linnaeus, 1758, ist in Deutschland weit verbreitet und lebt synantrop, d.h. sie ist eng an die Siedlungsbereiche des Menschen gebunden. Wie auch die gemeine Stechmücke findet man ihre Gelege, Larven und Puppen schon früh im Jahr in kleinen Wasseransammlungen, sehr häufig z.B. in Regentonnen. Die Eier werden zu einem Floß zusammengeklebt und schwimmen Dank eines Hohlraums auf der Wasseroberfläche. Larven und Puppen halten sich, solange man sie nicht stört, ebenfalls im Wasser direkt unter der Oberfläche auf. Bei Störung tauchen sie schlängelnd ab. Die Wasseroberfläche wird sowohl von Larven mit einem, von Puppen mit zwei Atemröhren durchstoßen. Larven ernähren sich von organischen Partikeln, die sie sich vor die Mundöffnung strudeln. Der Schlupf der Imagines findet auf der Wasseroberfläche statt.

Die Weibchen der Ringelmücke sind auch tagaktiv. Um Eier ablegen zu können, müssen sie Blut saugen, nicht selten am Menschen. Offenbar werden sie in erster Linie von dem bei der Atmung entstehenden Kohlendioxid, als auch von menschlichen Körpergerüchen, insbesondere Schweiß angelockt. Männchen sind nicht in der Lage zu stechen und ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften. 

Die Überwinterung findet z.B. in Kellern, Schuppen statt, aber auch in Tierbauten oder Baumhöhlen (Bellmann 2009; Haupt & Haupt 1998; Reichholf-Riehm 1984; Weidner & Sellenschlo 2010).


Vorkommen

Siedlungsbereiche (Weidner & Sellenschlo 2010)


Gefährdungseinstufung - Baden Württemberg

* (ungefährdet)

Gefährdungseinstufung - Deutschland

* (ungefährdet)


Publikationen

Bellmann, H. (2009): Der neue Kosmos-Insektenführer. Kosmos, Stuttgart.

Haupt, J. & Haupt, H. (1998): Fliegen und Mücken. Beobachtung, Lebensweise. Naturbuch Verlag, Augsburg.

Klausnitzer, B. (Hrsg.) (2011): Stresemann – Exkursionsfauna von Deutschland. 11., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Band 2: Wirbellose: Insekten.. Akademischer Verlag (Springer), Heidelberg.

Reichholf-Riehm, H. (1984): Die farbigen Naturführer - Insekten. Mosaik-Verlag GmbH, München.

Weidner, H. & Sellenschlo, U. (2010): Vorratsschädlinge und Hausungeziefer. Spektrum Akademischer Verl., Heidelberg.