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Stelzmücken (Limoniidae)

Stelzmücken ähneln Schnaken (Tipulidae) sowohl optisch, als auch in ihrer Lebensweise. Wie diese kann man sie an warmen Sommertagen in der Dämmerung in ihren bevorzugten Habitaten, überwiegend feuchte und schattige Biotope, als kleine Schwärme beobachten. Bei der Paarung schauen Männchen und Weibchen, an ihrem Hinterleibsende miteinander verbunden, in entgegengesetzte Richtungen. Unter den Larven finden sich Fleisch- und Pflanzenfresser, die aquatisch, semiaquatisch oder terrestrisch vorkommen. Die Imagines saugen in keim Fall Blut, sondern allenfalls Nektar.

Trotz ihrer Ähnlichkeit gibt es doch eine Reihe von Merkmalen, anhand derer man Stelzmücken gut von Schnaken unterscheiden kann. Zum einen sind sie grundsätzlich etwas kleiner. Auch die Flügel werden in Ruhe nicht zu Seite abgestreckt, sondern flach über dem Körper, übereinander abgelegt. Zudem fehlt den Stelzmücken der schnauzenförmig verlängerte Kopf. Gemeinsam mit den Schnaken haben sie die langen, dünnen Beine, die jedoch häufig nicht bedornt sind, und eine V-förmige, auf dem Rücken des Vorderkörpers verlaufende Quernaht (Engelhardt 1989; Haupt & Haupt 1998; Klausnitzer 2011).